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"Lust haben, sich selbst herauszufordern"Frederik WernerProject Consultant

    Frederik Werner: Lust haben, sich selbst herauszufordern

    Frederik Werner war Controller einer großen Warenhauskette, bevor er zu TriFinance ging. In unserem Interview erzählt er, warum er sein Studium komplett im Ausland verbrachte und was ihn am Wechsel ins Consulting reizte.


    • Frederik, dein Studium hast du an drei Hochschulen im Ausland verbracht. War das von Anfang an dein Plan?

      Nein, war es nicht. Die Fontys-Hochschule in Venlo hatte ich ausgewählt, weil das Studium dort komplett auf Englisch stattfindet und sehr praxisbezogen ist. Man sitzt dort nicht nur als einer von mehreren Hundert Studierenden im Hörsaal und paukt die Theorie durch. Bereits im Bachelor-Studium besteht zum Beispiel ein ganzes Jahr aus zwei Unternehmenspraktika. Nach Shanghai und Plymouth ging ich dann wirklich mit dem Ziel, internationale Erfahrungen zu sammeln. Ich habe Wirtschaft studiert, deshalb war ein Studium in der Wirtschaftsmacht China natürlich interessant. Und es ist kulturell eine ganz andere Welt. Dem wollte ich mich für ein halbes Jahr einfach einmal aussetzen. Ich hatte in Venlo bereits einen Mandarin-Kurs belegt und später einen weiteren in Shanghai, der parallel zum Studium lief. Für das Master-Studium ging ich nach Plymouth, um das Gelernte noch einmal aus einer anderen wirtschaftlichen Tradition und Perspektive heraus kennenzulernen. 

    • Hast du dein Studium auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet?

      Ich wusste früh, dass Wirtschaft mich generell interessiert. Deshalb entschied ich mich für den breit gefächerten Studiengang International Business and Management an der Fontys, der alle Prozesse in einem Unternehmen abbildete. Im Studium kristallisierte sich schnell heraus, dass mich der Bereich Finance am meisten interessierte. Dort legte ich auch meine Schwerpunkte, um das gesamte Unternehmen zu verstehen. Dass ich auch beruflich in die Richtung Finance oder Controlling gehen würde, war dann irgendwann klar. 

    • Wie ging es nach deinem Studium weiter?

      Ich startete im Unternehmenscontrolling einer großen Warenhauskette. Mein Bereich war verantwortlich für die Finanzplanung und betreute die internationalen Tochtergesellschaften. Der Konzern war kurz zuvor von einer nordamerikanischen Gesellschaft übernommen worden. Ich hatte also das Glück, genau in der Post-Merger-Phase einzusteigen. In der Zeit baute ich zum Beispiel das Reporting nach Nordamerika mit auf, war dabei, als die Finanzplanung ganz neu ausgerichtet wurde, und war bei der Integration einer neuen Tochtergesellschaft für das Controlling zuständig. In der Zentrale blieb ich zweieinhalb Jahre – bis TriFinance sich bei mir meldete. 

    • Wie kam es zu deinem Wechsel zu TriFinance?

      Die Markteinführung der Tochtergesellschaft, die ich betreute, war gerade abgeschlossen, und ich überlegte, welche neuen Herausforderungen es nun für mich geben könnte. Genau in dieser Phase kontaktierte mich HR-Leiterin Mona Gaffron wegen eines möglichen Wechsels. Ich informierte mich erst einmal über das Unternehmen, meldete mich zurück, und nach einem kurzen Telefonat wurde ich zum ersten Interview eingeladen. Die Atmosphäre in den Gesprächen war unheimlich gut. Bei TriFinance bin ich dann relativ schnell gelandet. Vom ersten Telefonat bis zum zweiten Interview vergingen nur zweieinhalb Wochen. 

    • Der Wechsel vom Controlling ins Consulting war keine Hürde?

      Eines meiner beiden Praktika während des Studiums bei der Fontys hatte ich in Wien bei einer großen Consulting- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft absolviert. Schon damals fand ich, dass die Unternehmensberatung ein sehr spannendes Feld war, in dem ich schnell unterschiedliche Erfahrungen sammeln und mich weiterentwickeln konnte. An TriFinance gefiel mir außerdem der ‚Hands on‘-orientierte Ansatz, über die Unternehmensberatung hinaus die Kunden auch im operativen Geschäft zu unterstützen und so einen tatsächlichen Mehrwert zu schaffen. Das war für mich ein attraktiver Mix. 

    • Was war dein erstes Projekt bei TriFinance?

      Im ersten Monat unterstützte ich das Office in Düsseldorf und optimierte den Forecast und das Reporting. Bei meinem ersten Projekt war ich anschließend der kaufmännische Berater in einem internen Optimierungs- und Restrukturierungsteam eines Kunden aus der Food-Branche. Wir analysierten die Prozesse an zwei Standorten. Das interne Team legte den Fokus auf die Produktions- und ich auf die kaufmännischen Prozesse. Da es ein konzernweites Team war, konnten wir nicht nur mit den Betriebsleitungen, sondern direkt mit dem COO für Deutschland kommunizieren. Das Projekt war also weit oben angesiedelt. 

    • Du bist seit einem Jahr Project Consultant bei TriFinance. Wie würdest du die Arbeitsatmosphäre beschreiben?

      Ein Vergleich mit meinen früheren Erfahrungen ist schwierig, weil meine Kollegen bei TriFinance nicht auch meine Kollegen in einem Kundenprojekt sind. Aber es ist gut, das Team hinter sich zu wissen. Es ist eine junge Mannschaft, und ich kann mich mit jedem gleich unterhalten, ob mit einem Junior Consultant oder Director. Da gibt es keine Distanz aufgrund einer Hierarchie. Es herrscht eine sehr gute Stimmung, aber jeder ist auch in der Lage, sich fachlich einzubringen. 

    • Du erlebst eine Phase, in der TriFinance expandiert. Wie spürst du das in deinem beruflichen Alltag?

      Wenn ich auf einem Projekt bin, dringt natürlich nicht alles zu mir durch. Aber fast jedes Mal, wenn ich ins Büro zurückkehre, lerne ich neue Teammitglieder kennen. Und es werden laufend viele Prozesse optimiert und angepasst, allein um die inzwischen drei Standorte miteinander zu verbinden. Man spürt die neue Unternehmensphase und die Aufbruchstimmung. 

    • Wie sollen deine nächsten Schritte aussehen?

      Es gibt mit allen Consultants regelmäßige Gespräche, um die persönliche Weiterentwicklung zu diskutieren. Dabei kann man auch die eigene Sicht einbringen, wo noch Potenziale liegen. Das lässt sich natürlich nicht immer verwirklichen, aber es wird versucht, es zu berücksichtigen, etwa wenn es um die nächsten Projekte geht. Ich habe zum Beispiel klar geäußert, dass ich möglichst viele Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Branchen, Unternehmensstrukturen und Problemfeldern sammeln möchte, um diese beim nächsten Kunden wieder einbringen zu können. Die Erfahrungen nimmt man ja mit. 

    • Was rätst du Studenten und Absolventen, die es ins Consulting zieht?

      Neben dem theoretischen Wissen ist entscheidend, ein offener, kommunikativer Charakter zu sein. Ein souveränes, authentisches Auftreten ist auch wichtig, weil Consultants häufig direkt mit der Betriebs- oder Geschäftsleitung kommunizieren. Man muss Lust haben, sich selbst herauszufordern und weiterzuentwickeln und Initiative zu ergreifen, um einen Mehrwert für den Kunden zu generieren. Eine Grundvoraussetzung ist natürlich Spaß am Reisen – wir sitzen aber dennoch auch mit den TriFinance-Kollegen häufig nett zusammen.