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"Wir sind oft diejenigen, die hinter den Strategen aufräumen"Vanessa MielerProject Consultant

    Vanessa Mieler: Wir sind oft diejenigen, die hinter den Strategen aufräumen

    Vanessa Mieler arbeitete mehrere Jahre als Finanzbuchhalterin bei einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln, bevor sie Consultant bei TriFinance wurde. Im Interview erzählt sie, warum sie in die Unternehmensberatung wechselte und wie sie dabei von ihren praktischen Erfahrungen profitierte.
    • Vanessa, Consultant bei TriFinance wurdest du nach einigen Jahren als Buchhalterin. Das ist kein typischer Weg in die Unternehmensberatung.

      Das würde ich sofort unterschreiben, wobei ich mich auch nie als ganz typische Buchhalterin gesehen habe. Gesucht hatte ich nach einer Beschäftigung, die generalistischer aufgestellt ist. Ich wollte mein Wissen ausbauen, es komplexer anwenden und mich stärker herausfordern. Nach fast neun Jahren im Ausbildungsbetrieb ist man unsicher, ob man auf dem freien Markt besteht. Und die Tätigkeit in der Buchhaltung wird irgendwann auch trocken und gleichförmig. 

    • Wo hast du vorher gearbeitet?

      Ich habe bei einer großen Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. Ich begann als Kreditorenbuchhalterin und machte nach der Ausbildung eine Weiterbildung zur Finanzbuchhalterin, um eine gesunde Basis für diesen Job zu haben. Nach einer kurzen Zwischenstation als Finanzbuchhalterin im Hotelmanagement kam ich über eine sehr interessante Stellenausschreibung zu TriFinance. 

    • Wie kamst du auf die Idee, dich ins Consulting zu bewerben?

      Die Definition von Project Consulting in der Stellenbeschreibung hatte mich gereizt. Unter Projekten stellte ich mir komplexe Themen vor, die man nicht nur durch eine bestimmte Tätigkeit bearbeitet, sondern für die man viel Wissen bündeln und einsetzen muss. Weil mir nicht ganz klar war, was sich hinter dem Begriff verbarg, erkundigte ich mich telefonisch bei TriFinance, stellte fest, dass es genau das war, was ich mir für meine künftige berufliche Laufbahn vorstellte, und bewarb mich. Dann ging es ganz schnell. Nach zwei Vorstellungsgesprächen konnte ich meinen Vertrag unterschreiben und startete im Büro in Düsseldorf. 

    • Was gefiel dir an der Stellenbeschreibung?

      Der Schlüssel war für mich, dass die Project Consultants in verschiedene Unternehmen gehen, die ganz unterschiedliche Anforderungen haben und Aufgaben bieten, etwa bestimmte Probleme zu analysieren, Prozesse zu optimieren oder neue Systeme zu implementieren. Was ich nicht wollte, war noch einmal fünf Jahre das Gleiche zu machen. Bei TriFinance war gewährleistet, dass sich die Tätigkeit immer wieder ändern würde. 

    • Hattest du dich vorher schon mit dem Thema Consulting beschäftigt?

      Wenn man nach einem Job in der Projektarbeit sucht, stößt man natürlich häufig auf Stellen im Consulting. Die sind aber oft stark strategisch statt operativ ausgelegt. Überzeugt hatten mich die Ausschreibung von TriFinance und die Vorstellungsgespräche. Strategien sind ja etwas Tolles, funktionieren aber meistens nicht, wenn man sich nicht mit den vor- oder nachgelagerten Tätigkeiten auseinandersetzt. Ich wollte die Strategien operativ mit umsetzen. Das ist für mich eine der Stärken von TriFinance. Wir sind oft diejenigen, die hinter den Strategen aufräumen (lacht). 

    • Wie war dein Start bei TriFinance?

      Ich fuhr schon nach wenigen Tagen zu meinem ersten Projekt nach Hamburg. Ich war natürlich aufgeregt: neuer Arbeitgeber, neuer Kunde, neues Projekt und im Hamburger Büro von TriFinance kannte ich auch noch niemanden. Das Onboarding konnte zuvor aufgrund meiner Berufserfahrung von zwei Wochen auf vier Tage verkürzt werden. Wie ich bei einem Projekt vorgehe, was eine Ist-Analyse ist und worum es bei einer Zielsetzung geht, wusste ich ja schon. Vom BaseCamp in Düsseldorf wurde ich gut vorbereitet und ich bekam viel Sicherheit mit, bevor es zum Kunden ging. Der Start war aber schon sehr rasant. 

    • Worum ging es beim ersten Kunden?

      Ein Interims Manager, der früher selbst Consultant bei TriFinance war, und ich sollten den Jahresabschluss eines großen Einzelhandelsunternehmens, der Tochter eines nordamerikanischen Konzerns, unterstützen. Im Endeffekt haben wir beide den Jahresabschluss für jeweils eine Gesellschaft erstellt. Das war für mich neu, weil ich noch nie einen Lagebericht oder Anhang geschrieben hatte. Zuvor hatte das gesamte Management das Unternehmen verlassen, wir kamen also in einer brenzligen Situation, und es stieß noch ein Interims-Kollege aus Belgien dazu. Ich stellte viele Fragen, holte regelmäßig Feedback ein und hatte gleich zu Beginn eine enorme Lernkurve. Es war genau das, wonach ich gesucht hatte – Aufgaben mit hohen fachlichen Anforderungen. Später reiste ich auch zum Shared Service Center des Unternehmens in Polen, um mir die operativen Probleme dort anzuschauen und um anschließend von Deutschland aus die Prozesse zu optimieren. Das Projekt dauerte elf Monate und ich bekam sehr gute Rückmeldungen. 

    • Hast du dich manchmal gewundert, was du während des ersten Projekts schon alles gemacht hast?

      Ehrlich gesagt, hatte ich immer das Gefühl, dass ich die Dinge richtig mache. Es war aufregend, aber ich war nicht ängstlich. Woher diese Sicherheit kommt, weiß ich selbst nicht genau. Die Basis waren meine beruflichen Erfahrungen. Die Theorie hilft, aber die praktischen Erfahrungen lassen einen sicher auftreten und fundierte Entscheidungen treffen. Ich habe im Beruf ganz operativ angefangen und mich immer weiterentwickelt. Entscheidungsträgerin war ich zuvor schon und Gespräche mit Betriebs- oder Wirtschaftsprüfern gewohnt. Wenn ich heute strategische Entscheidungen treffe, weiß ich, was operativ dahinter passiert. Das ist ein Vorteil, den ich dank meiner langjährigen Berufspraxis habe. 

    • Wie würdest du die Arbeitsatmosphäre bei TriFinance beschreiben?

      Ich bin jetzt seit fast anderthalb Jahren bei TriFinance und war erst fünf Tage im Büro in Düsseldorf. Das ist aber jedes Mal wie ein Nachhausekommen. Es sind alle sehr interessiert und hilfsbereit, der Austausch ist intensiv und die Atmosphäre natürlich entspannter als auf dem Projekt, wo man auch für die internen Teams immer als Ansprechpartner bereitsteht.